Der Bärlauch

Allium ursinum

Jeden März aufs Neue: Die Bärlauch Saison beginnt!

 

Schon in der ersten Februar Woche haben die ersten Spitzerl aus dem Boden geschaut und am letzten Wochenende hab ich nun zum ersten Mal richtig geerntet: Denn der Bärlauch ist eines der besten Kräuter gegen Frühjahrsmüdigkeit und erweckt Geist & Körper aus dem Winterschlaf!

Außerdem kann man ihn unschuldig & ohne lange Nachwirkungen genießen, denn er hinterlässt nicht so eine intensive Fahne wie sein Verwandter der Knoblauch sodass man schoon bald wieder ähem… küssen kann. Er wirkt ja auch aphrodisierend, kräftigend und macht fast so mutig wie der Thymian, weshalb er in den Klostergärten für ein paar Jahrhunderte sogar verpönt war.

Bärlauch bis in den Mai erspart Arzt und die Arznei (Bauernregel)

Bärlauch erkennen und nicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechseln

Nun aber genug der Geschichten, derer gibt es bald genug bei meinen zauberhaften Märchenabenden am knisternden Feuer oder bei den Kräuter- & Vollmondwanderungen zu hören – Jetzt geht es darum wie du nie wieder den Bärlauch verwechseln kannst, denn seine Blätter haben durchaus hochgiftige Doppelgänger. Schau dir einfach das Video oben an und auf diesen Grafiken kannst du die Unterschiede sehr gut erkennen:

 

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  Bärlauch PDF - Villa Natura

Choose, but choose wisely.

BÄRLAUCH:

  • riecht intensiv nach Knoblauch beim Zerreiben der Blätter
  • helle längliche Zwiebel & weiße Blattscheide
  • einzelne Blätter wachsen aus je einem Stiel
  • die jungen Blätter sind eingerollt
  • die Blätter sind dünn und zart und oben glatt, unten matt
  • Der Stielquerschnitt ist V-förmig und nicht rund!
  • die ganze Pflanze ist essbar – aber dazu mehr im zweiten Video im Mai 2015 – abonniere bis dahin einfach meinen Youtube Kanal!

MAIGLÖCKCHEN:

  • riecht nach nichts
  • hat Wurzeln
  • je 2 feste Blätter wachsen aus einem Stiel
  • die Blätter sind fest und oben matt, unten glatt
  • rötliche Blattscheide
  • runder Stielquerschnitt
  • giftig!

HERBSTZEITLOSE:

  • riecht nach nichts
  • hat braune Sproßknolle
  • mehrere Blätter wachsen direkt aus dem Boden
  • die Blätter sind fest
  • breiter Querschnitt weil es keinen Stiel gibt
  • sehr giftig!

 

Die Bärenkräfte des Bärlauchs

Schon der Name verrät einiges über seine Kraft und Wirkung denn seit jeher werden Heilkräuter mit besonderer Kraft volkstümlich mit dem Bären verglichen und bekommen seinen Namen (wie auch der Bärenklau beispielsweise aber dazu ein ander Mal!) Auch die anderen Namen verraten einiges über seine Kräfte: Waldknoblauch, Wurmlauch, Blutlauch und Hexenzwiebel deuten schon an wie er knoblauchig duftet, dass er im Darm wirksam ist, das Blut reinigt und welche magischen Kräfte er besitzt – in der Nacht vor Walpurgisnacht wurde er mancherorts als Schutz vor zu viel Spuk daher auf die Brust gerieben – so geschützt kann man nämlich nur von guten Hexen verhext werden*

Ausserdem frisst der Bär (lat.: ursus was zum wissenschaftlichen Namen Allium ursinum führt oder auf Englisch “stinking Jenny” 🙂 ) nach seiner Winterruhe als eines der ersten Nahrungsmittel frischen Bärlauch. Dadurch kommt sein ganzer Organismus in Schwung und die Verdauung beginnt wieder. Brumm*

 

Wirkstoffe & Wirkung des Bärlauchs

Das im Bärlauch enthaltene Lauchöl, Senfölglykoside, Flavonoide, Vitamin C, Mikronährstoffe und viel Licht (Chlorophyll, für die Wissenschaftler unter euch) geben Kraft, helfen gegen Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit, erhöhten Blutdruck, Madenwürmer, eine gestörte Darmflora (wie nach Antibiotikagaben), erweitern die Gefäße, helfen Schwermetalle aus dem Blut auszuleiten und fördern die Fruchtbarkeit. Ein richtiger Tausendsassa also, diese zarte Pflanze!

 

Bärlauch in Küche & Rezepten

Du kennst bestimmt Omas Bärlauchpesto, das den Gaumen gut konserviert das ganze Jahr erfreut oder die Bärlauchsuppe – nur getrocknet verflüchtigt sich sein Duft rasch, das kann ich dir nicht raten.

Hier verrate ich dir also meine besten Pi-mal-Daumen (3,14159….) ruck-zuck Rezepte:

  • Für das Pesto mixe zwei Handvoll Bärlauch mit 100ml Olivenöl & 50g Pinienkernen, Salz & Pfeffer. Fertig!
  • Und für die Suppe musst du nur: Eine Zwiebel sanft anrösten, mit knapp einem Liter Wasser und einem EL (selbstgemachter) Gemüsebrühe aufgiessen. Mit zwei Handvoll Bärlauch und zwei Handvoll Kartoffeln köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind, kurz pürieren, mit Gewürzen abschmecken und – voilà – genießen!!!
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Dr. scient. med. Patricia S. Ricci 

Leiterin der Villa Natura, verbindet Naturmedizin & Wissenschaft in Seminaren, Ausbildungen & Workshops zu Heilpflanzen, traditioneller europäischer Medizin, Naturabenteuern & natürlicher Potentialentfaltung. Sie schreibt Kolumnen & Bücher über Naturmedizin und die Faszinationen des Lebens und ihr e-Book „Einfach Sein“ ist kostenfrei auf www.villanatura.at/ebook herunterzuladen und alle aktuellen Termine stehen auf www.villanatura.at/kalender.

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