Der pflanzliche Mythos

“Was? Du isst vegan? Also das wäre mir zu extrem, ich will ja schon noch genießen.”
 

Genau das höre ich seit ein paar Jahren nicht nur, das interessante ist: Das dachte ich auch selbst lange Zeit. Aber wie das Leben so spielt bin ich immer wieder begeistert wie es mich selbst überrascht. Als ich nämlich dann zufällig mal Rüdiger Dahlkes Buch Peacefood bei einer Freundin gelesen hatte, war einfach klar: Ich ernähre mich von nun an normal – also rein pflanzlich.

Es bleibt dann nämlich einfach kein Grund mehr tierische Produkte zu essen, außer einer: Es schmeckt halt gut. Und um dafür gute Alternativen zu finden, stelle ich euch heute eines meiner Lieblingsmenüs vor das keinem Fleischgericht in Geschmack und Vielfalt nachsteht, probiert es selbst! 

3-Gänge für vier Genießer

  • BeeV-Tartare/Mett Brötchen
  • Pastel de Choclo
  • Tiramisu

Schockierend lecker: BeeV Tartare

BeeVAls Vorspeise gibts direkt einen kleinen Schocker: Diese vegane Variante vom klassischen Beef-Tartare bzw. Mett-Brötchen schmeckt nämlich SO ähnlich wie das Original aus rohem Fleisch, dass ich es anfangs sogar ein bisschen eklig fand.

Dieses Rezept mache ich daher vor allem für nicht-Veganer, die jedesmal als dem Häuschen sind dass sie ihren Fleischzahn auch fleischlos befriedigen können. Für Veganer mache ich dann doch eher leckere Bruschetta Brötchen mit Tomaten, Oliven und Artischocken als Vorspeise.

Für das BeeV vermische einfach

  • 100 g zerbröselte Reiswaffeln
  • 300-400 ml kaltes Wasser (bis es leicht matschig ist)
  • 50 g Tomatenmark
  • 1 große Zwiebel klein geschnitten
  • 150g Essigkurken
  • 50g Kapern
  • Salz und Pfeffer

und lasse es über Nacht im Kühlschrank ziehen dann hast du fast ein halbes Kilo „Beef“ Tartare, gleicher Geschmack, gleiches Aussehen wie das eklige Original ; )

Pikanter Maisauflauf

PasteldeChoclo

Das chilenische Nationalgericht Pastel de Choclo hab ich von der lieben Familie Ricci – ein vollmundiger, pikanter Maisauflauf, den ich unbedingt veganisieren musste. Er besteht aus zwei Schichten, die dann im Ofen durchgebraten werden:

Für die untere Schicht brutzle zwei große Zwiebeln in der Pfanne an, zerdrücke mit der Gabel zwei Stücke Räuchertofu und brate den Tofu kurz mit. Gieße dann mit zwei Gläsern veganem Bolognaise Sugo auf (oder mache es dir selbst aus Tomaten und klein geschnittenem Gemüse) und fülle es gewürzt in eine Auflaufform.

Auf diese Schicht legst du nun Oliven und Naturtofu den du in 2-3 mm dünne Scheiben geschnitten und kurz mit viel Kräutersalz zuvor anbrutzelst.

Und auf diese Mittelschicht kommt nun eine Masse aus: 500g gemixtem gekochtem Mais (frisch oder aus dem Glas oder Tiefkühler), mit 100 ml Getreidemilch, Salz, Pfeffer und 50 ml Agavendicksaft. Wer möchte kann darauf noch ein bisschen Zucker streuen der karamellisiert dann und macht eine knusprige Schicht.

Dann ab in das Backrohr damit, bei 180°C ca 20 Minuten braten und mit einem frischen Salat genießen!

Zieh-mich-hoch oh du mein Tiramisu

Tiramisu

Für dieses leckere Dessert brauchst du keine 10 Minuten:

vermische einfach 1 Liter Vanillesojajoghurt mit ca 1 EL gemahlener Vanille, ca 80 ml Agavendicksaft und 2 Packungen Agar Agar das du zuvor im Wasserbad geschmolzen hast.

Das schichtest du nun mit veganen Keksen oder Zwieback, die du vorher nach Belieben in Kakao/Kaffee/Amaretto tunken kannst, übereinander. Du kannst auch wenn du es noch perfekter haben willst einen veganen Biskuitboden selbst backen und die Biskuitstreifen verwenden.

Nun nur noch 2h in den Kühlschrank und – FERTiG!

Yummie!

Also wenn das kein Genuss ist…

Übrigens: Meine Top 3 der veganen Küche sind

  • Sesam als Kalzium Lieferant (1 Tl pro Tag einfach drüberstreuen über die normalen Gerichte)
  • Leinöl oder Hanföl als Omega-3 Quelle in Salate oder als Topping
  • Attila Hildmanns Rezept Bücher Vegan for Fun, Vegan for Fit (mein Favorit) und Vegan for Youth – geniale, leckere, und supereinfache Rezepte von dem sportlichen multikulti Berliner und Fahnenträger der veganen Küche als Lifestyle
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Also Viel Spaß beim Genießen,

Namastè,