Mensch

Wo das Leben beginnt

By on 9. June 2015

Wo das Leben beginnt…

Es gibt Phasen im Leben, wo wir das Gefühl haben, uns auf der Stelle zu bewegen und nicht voran zu kommen. Wir fühlen uns kraft- und energielos. Wir spüren links und rechts, oben und unten die Grenzen der viel zu klein gewordenen Komfortzone. Trotzdem ist der Schritt hinaus gar nicht so einfach.

Denn es ist ein Schritt ins Ungewisse, der immer Risiken mit sich bringt. Das Risiko “zu versagen” oder “Fehler” zu machen, das Risiko auf Widerstand, Unverständnis oder gar auf Verachtung zu stoßen, das Risiko am Ende mit leeren Händen da zu stehen oder Worte wie “ich hab es dir doch gesagt” hören zu müssen.

Aus Angst vor dem Unbekannten wählen wir oftmals die Option uns in etwas hineinzupressen, das uns zwar nicht passt aber Sicherheit und Schutz bietet, als den waghalsigen Sprung in die Freiheit zu riskieren.

Es sind nicht ausschließlich große Lebensentscheidungen wie Auswandern, ein eigenes Business gründen, oder eine langjährige, unglückliche Beziehung beenden, die ich hier meine.

Auch im Alltag stehen wir unzählige Male vor der Wahl zwischen einer “kurzzeitig angenehmen Zwischenlösung” oder der “kurzzeitig unangenehmen aber permanenten Befreiung”.

  • Spreche ich heute an, was mich seit Tagen beschäftigt?
  • Gehe ich heute trainieren?
  • Frage ich nach der Gehaltserhöhung?
  • Ja, selbst “räume ich heute endlich die Küche auf?” geht in diese Richtung.

Dinge, die immer wieder in unserem Kopf kreisen, die wir aufschieben, weil sie nicht angenehm sind, weil wir sie als “unwichtig” beurteilen, weil wir keine Zeit für sie haben, weil sie uns verunsichern, weil wir Angst vor den Konsequenzen haben… All das sind Geschichten, die wir uns ausdenken, anhand deren wir versuchen uns das Ausweichen schönzureden. Doch wie das Amen im Gebet tauchen diese Dinge immer wieder in unserem Leben auf.

  • Spätestens wenn wir dem Menschen gegenüber sitzen, mit dem man das Gesprächsthema meidet.
  • Wenn der Blick im Badezimmerspiegel auf die Hüften fällt.
  • Wenn der Wecker morgens läutet, oder wenn wir die Küche betreten.
  • Spätestens dann schleicht sich das unangehme, beklemmende Gefühl, das “schlechte Gewissen” wieder ein.

Rein ins Leben

Es kann viel Zeit vergehen, bis wir den Mut oder die Energie aufbringen, sich dem zu stellen, was ansteht. Und wir merken nicht einmal, wie viel Energie wir dabei an das Aufschieben binden, die erst wieder frei wird, wenn die Dinge erledigt sind, oder wenn wir den Gedanken daran loslassen, sie tun zu müssen/sollen.

  • Wie erleichternd fühlt es sich an, wenn das bisher Ungesagte endlich draußen ist – egal was am Ende dabei rauskommt?
  • Wie gut ist das Gefühl nach dem Training, wenn wir völlig aufgeladen und glücklich unter der Dusche stehen?
  • Wie stark und groß fühlen wir uns, wenn wir nach den Dingen fragen, von denen wir überzeugt sind, dass sie uns zustehen?
  • Und wie groß ist die Freude und Erleichterung, wenn wir in die saubere, glänzende Küche kommen?

Sobald wir in Gedanken eine “Kunjunktiv-Tür öffnen” (ich sollte/ich müsste… etc) strömt so lange Energie hinaus, bis wir sie wieder schließen; und es ist stets eine Frage der Überwindung der Komfortzone, im österreichischen Fachjargon auch “innerer Schweinehund” genannt.

Just do it.

Wir können ihn Füttern – er ernährt sich von Ausreden, Erklärungen und Kompromissen – oder wir lassen ihn verhungern und gehen ins Tun, ohne über das “Ob” nachzudenken.
Ein paar tiefe Atemzüge können sehr hilfreich dabei sein, die Aufmerksamkeit ins Jetzt zu bringen und bewusst die Entscheidung zu treffen das Unangenehme jetzt zu tun.

Natürlich erfordern viele Dinge Vorarbeit und es geht nicht darum, sich blindlings in den Abgrund zu stürzen.

Sobald wir uns aber bewusst machen, dass Unangenehmes nicht bloß da ist, um es zu vermeiden, sondern vor allem um zu lernen sich ihm zu stellen um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln, schaffen wir es vielleicht eher und immer öfter.

Es mögen Kleinigkeiten sein, oder große, lebensverändernde Entscheidungen. Am Ende führt alles zurück zu einer bewussten Entscheidung für das Neue, für das Umbequeme, das Unbekannte und Riskante, das Angst macht, das verunsichert. Es erfordert Vertrauen – und Vertrauen ist ebenfalls bloß eine bewusste Entscheidung im Jetzt.

Mutig zu sein heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern ihr direkt in die Augen zu blicken und es dennoch zu tun.

Alles Liebe für Deinen Weg,

Annika

AnnikaAnnika Sukup

(Dipl. Shiatsu Praktikerin, Dipl. Coach nach der Future Methode, Yoga Lehrerin)

ist 1983 in Österreich geboren und hat Jahre innerhalb ihrer Komfortzone mit dem drängenden Wunsch auszubrechen verbracht. Bis heute ist es nicht immer einfach für sie, sich für das Unbekannte zu entscheiden. Doch sie hat sich bereits vor mehr als 16 Jahren, durch die ersten Kontakte mit Coaching, für einen bewussten Lebensstil entschieden, aus dem es für sie kein Zurück gibt.

Im jungen Alter von 20 Jahren begann sie mit einer Coachingausbildung, später folgten eine Ausbildung zur diplomierten Shiatsu Praktikerin und zur Yogalehrerin.

Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrungen regelmäßig in ihrem Blog www.nevermindjust.be und unterrichtet und praktiziert seit 2014 auf Ibiza.

In all ihren Tätigkeiten ist ihr größtes Anliegen der Einklang von Körper, Geist und Seele. Sie möchte Menschen dabei unterstützen, mit sich selbst in Frieden zu kommen und die Liebe in sich selbst zu finden.

Dir gefällt Annikas Artikel?

Mir auch! Folge ihr einfach auf Never Mind Just Be und bleib dran – bald gibst bestimmt auch wieder was auf Ibiza mit Ihr… und mir…?! : -)

Ich würde mich freuen und danke dir für den Artikel, liebe Freundin & Kollegin– und liebeR LeserIN: Was hilft dir auch die “unangenehmen” Dinge anzupacken und deine Komfortzone zu erweitern? Mir hilft auch Musik leichter aus der Komfortzone zu tanzen! Ich bin gespannt und schicke dir liebe Grüße!

Wenn Du noch mehr Inspirationen über das Leben und Dich erfahren und ein kostenloses e-Book und Inspirationsposter willst, melde Dich direkt hier oder in der grünen Box unter dem Artikel an und Du erfährst von allen Angeboten: Coachings, Workshops, Meditationen, Transformationstherapie, Visionssuche, Mondkreise und viele mehr! 
Ausserdem findest du unter www.villanatura.at/termine alle aktuellen Termine für Körper-Geist & Seele: Malspiel, Frauenkreise, ErlebenSeminare, Kreativtrainings und viele mehr..
  
Lies weitere Artikel zum Thema:
 

Namastè,

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3 Comments
  1. Reply

    kundentests

    5. August 2015

    Allein beim Lesen wird man mit positiver Lebensfreude und Motivation angesteckt. Sehr schöner Beitrag. Ich hoffe, dass sich viele weitere Menschen deine Worte zu Herzen nehmen. LG

  2. Reply

    essaydeutsch.de

    7. December 2015

    Wirklich toller Artikel! Danke für interessante Info!

    • Patricia Ricci
      Reply

      Patricia Ricci

      20. December 2015

      Sehr gerne!
      GLG Patricia

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Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam ein entspannendes Erlebnis!

Im Malort in der Villa Natura findet für 90 Minuten das Malspiel nach Arno Stern – bekannt aus dem Film Alphabet über das Bildungssystem.
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Für Euch geeignet wenn ihr zwischen 4 und 100 Jahren alt seid, euren ureigenen Ausdruck erleben wollt und das Vergnügen, das es bereitet, frei zu Malen in einer bunten Gruppe voller Spielkameraden.

Anmeldung erforderlich: Melde Dich jetzt unter meintermin@villanatura.at für diesen Termin an und schau auf www.villanatura.at vorbei wo du auch alle Infos findest.

Der Malort befindet sich direkt in der Villa Natura in Klosterneuburg bei Wien und ist gut öffentlich & mit dem Auto mit genügend Parkplätzen erreichbar. Zusätzliche Termine für Gruppen oder Klassen auf Anfrage möglich.
Für Kinder unter 10 Jahren sind die Betreuungskosten absetzbar (bis zu 2300€/Jahr&Kind unter “außergewöhnliche Belastungen”)

Alle Infos findest du auch auf www.villanatura.at oder in diesem Artikel: http://villanatura.at/2014/09/29/malspiel/

Ich freue mich auf Euer Kommen,
Patricia
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