Die Taubnessel

Die hier vorgestellte weiße Taubnessel, gehört wie die bunte, gefleckte, goldene oder purpurne Taubnessel zur Familie der Lippenblütler, Lamiaceae.

Abgesehen von den Blüten ähnelt sie im Aussehen stark ihrer Cousine und häufigen Nachbarin – der Brennnessel. Weil sie aber nicht “brennt” nennt man sie eben “Taub”-Nessel. Sie wächst ebenso gern an Hecken, Zäunen Wiesen- und Waldrändern und ist eine am längsten blütenden und häufigsten Wildpflanzen in Europa. Als eine der Ersten spriesst sie im Frühling aus dem Boden und blüht bis in den Herbst hinein. Das erfreut Bienen, Hummeln, MiCH und Euch.

Denn sie schaut nicht bloß schön auf Salaten, Brötchen oder Kuchen aus, sie ist ist auch sehr heilkräftig. Seit jeher wird sie in der Frauenheilkunde erfolgreich bei Wechseljahrsbeschwerden, Weißfluß oder Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Dazu kocht man einfach einen Tee aus dem blühenden Kraut (man schneidet sie also einfach über der Erde ab und hängt sie kopfüber zum Trocknen auf). Sowohl aus den frischen Trieben als auch getrocknet nimmt man etwa 1 EL den man mit einem Häferl (= ein Tasse für meine deutschen Freunde) heißem Wasser übergiesst und etwa 10 Minuten ziehen lässt. Sowohl innerlich 3x am Tag getrunken (über maximal 3 Wochen aber dann hängt einem ohnehin jeder Tee schon beim Hals raus) oder als Sitzbad kann das die Beschwerden lindern.

Auch in vielen Frauenteemischungen ist die Taubnessel daher enthalten, zum Beispiel kann man zu gleichen Teilen die folgenden Pflanzen mischen und genießen.

Für Männer hat man früher übrigens vor allem die purpurne Taubnessel gegen Prostatabeschwerden eingesetzt, mittlerweile weiss man allerdings dass Taubnesseln aller Farben sehr ähnliche Wirkstoffe enthalten.

bunte Taubnessel

[vnblockquote]Von Bienchen und Blümchen…[/vnblockquote]

Ein Volksname der Taubnessel lautet übrigens “Bienensaug“, wer sich also die Taubnessel in den Garten holt, sorgt wieder für eine Stärkung der Bienen und hilft mit gegen das gefürchtete Bienensterben, das auch die vielen reinen Grasflächen mitverursachen. Wenn die Bienchen eine leckere wilde bunte Hecke finden, schwirren sie sowieso kaum noch am Boden und suchen mühselig nach ein paar illegalen Kleeblüten.

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