In 5 Minuten lernst du am Beispiel der schönen Karde selbst Tinkturen herzustellen.

Wurzeln ernten

Jetzt, im zeitigen Frühjahr, solange die Pflanze ihre Kraft noch nicht in die oberirdischen Teile lenkt, ist der beste Zeitpunkt Pflanzenwurzeln zu ernten. Vor allem die Tage im abnehmenden Mond (wie aktuell) eignen sich dafür und die beste Tageszeit ist abends oder frühmorgens in der myyyystischen Dämmerung. Dafür gibt es keine genaue Erklärung, aber es ist die gängige Methode – vielleicht damit die Wurzel die unter der Erde im Dunkel wächst nicht beim Ernten vom hellen Licht geblendet wird – Also verzichte bitte auch auf grelle Beleuchtung beim Verarbeiten später : )

Bei der Ernte achte wie immer natürlich auf einen schadstofffreien Standort der Pflanzen und bei der Wurzelernte sei bitte besonders achtsam, dass nur von Standorten auf denen viele Exemplare stehen geerntet wird und auch viele stehen bleiben. Durch die Wurzelernte kann sonst schnell die Pflanzenpopulation dezimiert werden und im nächsten Jahr ausbleiben, was für das ganze ökologische System schade wäre.

Die Karde

Die Karde, sieht aus wie eine riesengroße Distel mit einem eiförmigen, stacheligen Blütenkopf auf dem kreisförmig violette Blüten wachsen. Im ersten Jahr bildet sie nur eine kleine Blattrosette bevor sie im zweiten Jahr mannshoch wächst und blüht.

Wolf-Dieter Storl, hat ein ganzes Buch über ihre immunstärkende Wirkung geschrieben und empfiehlt sie besonders als pflanzliche Komplementärtherapie bei Borreliose.

[vnblockquote]Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten – Rabindranath Tagore.[/vnblockquote]

Herstellung einer Tinktur

Grab die Wurzel vorsichtig aus, indem du das Erdreich rundherum sanft lockerst. Das hört sich jetzt einfach an, kann manchmal aber ganz schön anstrengend sein, da die Wurzeln gerade für so große Pflanzen wie die Karde fest verankert sind. Manchmal schauen sie auch gar nicht so stark aus – ich bin immer wieder überrascht, wie zart Wurzeln trotz ihrer Kraft sein können.

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Trenne dann die Wurzeln von der Pflanze, reinige sie sanft und schneide sie in kleine Stücke.

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Füll die Wurzelstücke dann in ein Schraubglas und übergiesse sie mit hochprozentigem Alkohol.

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Nun für etwa 3 Wochen an einem dunklen Ort mazerieren lassen und liebhaben, und…

Voilà, Fertig ist die Pflanzenarznei!

Das kannst du natürlich nicht nur mit der Kardenwurzel sondern auch mit der Klettenwurzel, Beinwellwurzel, Angelika, Blutwurz und vielen anderen machen.

Und wie immer: verwende nichts von dem du dir nicht 100%ig sicher bist was es ist. Zur genauen Bestimmung empfehle ich Dir daher den Besuch einer Kräuterwanderung – am Besten mit mir, *zwinker*, da lernst du nicht nur die wichtigsten Eigenschaften sondern auch Erkennungsmerkmale, Standorte und Konservierungsmethoden kennen.

Wenn Du also noch mehr Infos über Wildkräuter erfahren willst, melde Dich hier oder in der grünen Box unter dem Artikel an und Du erfährst von all meinen Angeboten:Kräuterwanderungen, Naturkosmetik Workshops, Wildkräuterkochkursen und vielem mehr!

 

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